Fragen und Antworten

Fakten zu Gott, der Schöpfung und dem Menschen

Fakten zu Gott, der Schöpfung und dem Menschen

Jeder Mensch wird in seinem Leben mit grundlegenden Fragen konfrontiert, die ihn nicht ruhen lassen, bis er darauf eine Antwort gefunden hat. Sicher haben sie sich diese Fragen auch schon gestellt:

  • Wo komme ich her? (Herkunft)
  • Wie soll ich leben? Was ist gut oder böse? (Moral)
  • Wozu lebe ich? (Sinn)
  • Wo gehe ich hin? (Ziel)

Die Antworten auf diese Fragen definieren „die Weltanschauung“ eines Menschen d.h. wie er sich selbst und die Wirklichkeit, die ihn umgibt, interpretiert. Die Weltanschauung ist wie „ein Filter“, durch den man alles (oft unbewusst) deutet, was auf einem einströmt. Viele Menschen übernehmen diese Sichtweise von ihren Eltern ohne sich jemals zu fragen, ob sie den richtigen „Filter“ haben und ob die Antworten wirklich befriedigend sind.

Andere Menschen meinen, dass diese Fragen sinnlos sind und dass es darauf sowieso keine Antworten gäbe. Dabei übersehen sie, dass das eben bloss ihr „Filter“ ist – aber ein nicht sehr überzeugender …

Auch die Bibel gibt uns Antworten auf diese wichtigen Fragen. In diesem Artikel möchten wir ihnen die biblischen Antworten skizzieren. Diese weiteichenden und tiefen Fragen lassen sich natürlich nicht in ein paar Zeilen abschliessend behandeln. Wir möchten nur versuchen, ihre Neugier zu wecken. Vielleicht möchten sie dann noch mehr darüber wissen. Wir stehen gern über das Kontaktformular für weitere Diskussionen zur Verfügung.

  • Wo komme ich her? (Herkunft)

    Vor etlichen Jahren hat der bekannte Autor Francis Schaeffer schon darauf hingewiesen, dass es nicht viele grundlegende Antworten auf diese Frage gibt. Er zeigte auf, dass es eigentlich nur drei Gruppen von Antworten gibt, obwohl es innerhalb der Gruppen viele verschiedene Variationen gibt:

    • Das Universum kommt aus dem absoluten Nichts d.h. am Anfang gab es weder Materie, noch Energie noch irgendeine Person.
    • Das Universum hat einen unpersönlichen Anfang: Am Anfang gab es Materie, Energie oder irgendetwas dergleichen, aus dem sich dann alles evolutionär entwickelt hat.
    • Das Universum hat einen persönlichen Anfang: Am Anfang steht Gott. Gott ist eine Person. Er hat sich die Welt, so wie wir sie kennen ausgedacht und erschaffen.

    Bis in die Mitte des vorigen Jahrhunderts ging der Mainstream in der Wissenschaft von der zweiten Antworten Kategorie aus. Man nahm an, dass die „Grundsubstanz“ (Energie, Materie etc.) des Universums schon immer existiert hat. Als man wissenschaftlich nachweisen konnte, dass das Universum sich ausdehnt, musste man diese Überzeugung aber aufgeben. Heute geht man davon aus, dass das Universum einen Anfang hat. Interessanterweise deckt sich das mit dem was die Bibel über Jahrhunderte schon gesagt hat „Am Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde …“.

    Wenn das Universum aber einen Anfang hat, dann stellt sich natürlich die Frage, wer oder was das Universum verursacht hat. Weil man Gott aber a-priori ausschliesst, kommt man zu dem Schluss, dass das Universum aus „dem Nichts“ entstanden ist, was immer man sich darunter auch vorstellen mag. Aber ist das wirklich die plausibelste Antwort? Wir möchten das nicht weiterverfolgen, sondern nun sehen, was die Bibel dazu sagt.

    In der Bibel wird berichtet, dass Mose einmal Gott gefragt hat was sein Name ist. Darauf „sprach Gott zu Mose: Ich bin, der ich bin. … Das ist mein Name auf ewig.“ (2. Mose 3,14). Gott existiert aus sich selbst heraus. Er war immer, ist immer und wird immer sein. Er ist auch von nichts abhängig was ausserhalb von ihm existiert – von keinem Geschöpf oder Schöpfung. Er wird auch da sein, wenn die jetzige Schöpfung untergangen ist (Psalm 102,27.28). Mit anderen Worten: Gott ist unendlich und ewig.

    Aber Gott ist nicht nur eine unpersönliche ewige Macht oder Kraft, wie das heute viele Menschen glauben und von den östlichen Religionen übernommen haben. Vielmehr ist er auch eine Person. Er denkt, handelt und fühlt. Die Bibel drückt das so, dass Gott „Licht“ (1. Johannes 1,5) und „Liebe“ (1. Johannes 4,8) ist. Das ist in der Tat eine einmalige Aussage, die wir so nur in der Bibel finden.

    Alles was „neben Gott“ existiert, wurde von Gott verursacht. So liegt der Schöpfung ein „Willensakt“ Gottes zugrunde. Gott "sprach, und es geschah; er gebot, und es stand da." (Psalm 33,9). Er "hat alle Dinge erschaffen, und seines Willens wegen waren sie und sind sie erschaffen worden" (Offenbarung 4,11). Gott wollte sich anderen Wesen "mitteilen". Er wollte andere an dem Guten teilhaben lassen. Darum "sprach" er die Schöpfung ins Dasein. Er ist der Ursprung aller Dinge.

    Der Mensch nimmt innerhalb der Schöpfung Gottes eine ganz besondere Stelle ein. Nur von ihm wird gesagt, dass er im Bild Gottes geschaffen ist: "Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie" (1. Mose 1,27). Der Mensch reflektiert also das Wesen Gottes. Ohne das Wissen um diese Ebenbildlichkeit gibt es keine befriedigende Erklärung für die Persönlichkeit des Menschen. Ausserdem liefert uns das auch den Grund für den besonderen Wert des Menschen, den wir mit einer naturalistischen Sichtweise nicht begründen können.

  • Wie soll ich leben? Was ist gut oder böse? (Moral)

    Unsere Erfahrung zeigt uns, dass der Mensch ein moralisches Wesen ist. Er hat ein Wissen von Gut und Böse, richtig oder falsch, das die Tiere nicht haben. Wir nennen diese Urteilsfähigkeit „das Gewissen“ des Menschen.

    Die Bibel bestätigt das, indem sie sagt, dass die Menschen "das Werk des Gesetzes geschrieben zeigen in ihren Herzen, wobei ihr Gewissen mitzeugt und ihre Gedanken sich untereinander anklagen oder auch entschuldigen" (Römer 2, 15). Hier wird eine interessante Erfahrung beschrieben, die wir sicher alle schon gemacht haben. Wenn wir etwas Falsches getan haben und unser Gewissen uns anklagt, dann fangen wir an, Ausreden zu suchen, die uns "entschuldigen". "Ich habe das ja nur gemacht, weil ich gezwungen worden bin…" oder "Wenn der andere sich korrekt verhalten hätte, dann hätte ich ihn nicht beleidigt…" etc. Ständig fällen wir solche Urteile und wenn sie uns anklagen, versuchen wir uns zu entschuldigen.

    Die Bibel sagt weiter, "deshalb bist du nicht zu entschuldigen, o Mensch, jeder, der da richtet, denn worin du den anderen richtest, verurteilst du dich selbst; denn du, der du richtetest, tust dasselbe" (Römer 2, 1). Hier wird gezeigt, dass wir uns durch unsere moralischen Urteile selber verurteilen, weil wir oft zu Recht negativ über das Verhalten anderer Menschen urteilen und kurze Zeit später das gleiche tun.

    Ein Beispiel: Wir lassen unser Auto reparieren und die Autowerkstatt verrechnet Tätigkeiten, die so gar nicht gemacht wurden. Wir beanstanden das zu Recht. Am nächsten Tag haben wir einen Schaden in unserem Haus und geben bei der Versicherung eine überhöhte Schadenssumme an. Kennen Sie solche Verhaltensweisen? Damit haben wir uns selber verurteilt. Gott braucht nur alle diese Urteile aufzuzeichnen und sie am Tag des Gerichts abzuspielen. Wir hätten unser eigenes Gerichtsurteil gefällt…

    Aber gibt es denn überhaupt einen allgemein gültigen Massstab an dem wir „Gut“ und „Böse“ messen können? Die meisten Menschen in unserer westlichen Kultur werden das abstreiten. Sie werden sagen, dass „Gut“ und „Böse“ nur relative Beurteilungsfragen sind. Ein „moralisches Gesetz“ im Universum, das uns einen absoluten Massstab vorgibt, halten sie für Unsinn. Heute wird das Urteil über „Gut“ und „Böse“ durch Mehrheitsentscheide festgestellt. Ist die Mehrheit für eine bestimmte Sache (z.B. Abtreibung), so ist diese Sache erlaubt. Aber ist es wirklich so einfach? War denn der Holocaust in Deutschland gut, nur weil die Mehrheit damals dafür war? Gibt es nicht doch Dinge, von denen wir ganz sicher sind, dass sie überall und unter allen Umständen falsch sind? Wenn wir ehrlich sind, werden wir das bejahen müssen. Denken wir an den grossen Bereich der Menschenrechte oder die Ablehnung von Rassismus.

    Aber woher kommt den dieses Wissen um „Gut“ und „Böse“, um dieses Sittengesetz? Die biblische Antwort ist einfach und einleuchtend: Es liegt im Charakter Gottes begründet. Nach seiner Erschaffung wurde dem Menschen nur ein Gebot gegeben: "Von jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen; aber vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen, davon sollst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon isst, musst du sterben." (1. Mose 2, 16.17) Bis dahin wusste der Mensch erfahrungsgemäss nicht was „Gut“ und „Böse“ war. Aufgrund seiner Gottesebenbildlichkeit wusste er aber sehr wohl, dass es das einzige richtige ist, Gott zu gehorchen. Leider hielt er sich nicht daran. Verführt durch den Teufel übertrat er das einfach Gebot Gottes mit den gravierenden Folgen, die wir bis heute beobachten können.

    Durch den Sündenfall des Menschen weiss der Mensch also nun um „Gut“ und „Böse“. Da aber seine ganze Konstitution „gefallen“ ist, ist dieses Wissen nicht unfehlbar. Er braucht einen Massstab, an dem er seinen Gewissen eichen kann. Den haben wir in der Bibel, dem offenbarten Willen Gottes.

  • Wozu lebe ich? (Sinn)

    Auch das ist eine Frage, die jeder Mensch sich im Lauf seines Lebens stellen wird. Heute wird diese Frage zwar oft mit einem spöttischen Unterton abgetan, weil die meisten Menschen keine befriedigende Antwort darauf haben. Und in der Tat ist so, dass man sie nur dann beantworten kann, wenn man die Frage nach dem „Woher“ richtig beantwortet hat. Hat der Mensch einen „unpersönlichen“ Anfang, ist er also nur das Produkt von Unpersönlichem + Zeit + Zufall, dann wird er auch keinen Sinn in seinem Leben finden.

    Und genau das kann man in unserer westlichen Welt beobachten. Die meisten Menschen leben für ihr materielles Wohlergehen und suchen ihre Erfüllung in Genuss und Spass. Schon die Bibel beschreibt das so: Hat man keine Hoffnung, dann "lasst uns essen und trinken, denn morgen sterben wir." (1. Korinther 15,32). Was für ein armseliges Leben! Der Mensch spürt aufgrund seiner Gottesebenbildlichkeit, dass es mehr als nur diese vergänglichen Erlebnisse gibt. Er hat diese tiefen Sehnsüchte, die keine Dinge dieser Welt wirklich stillen können, erstickt sie aber durch belangloses und letztlich „sinnloses“ Zeug.

    Ganz anders geht es dem Menschen, der zu seinem Schöpfer (1) umgekehrt ist und durch den Glauben an Jesus Christus Vergebung seiner moralischen Verfehlungen (2) erhalten hat! Der Apostel Paulus schreibt dazu: "Und für alle ist er [Jesus Christus] gestorben, damit die, welche leben, nicht mehr sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferweckt worden ist." (2. Korinther 5,15)

    Oder auch Petrus: "Denn die vergangene Zeit ist uns genug, den Willen der Nationen vollbracht zu haben, als ihr wandeltet in Ausschweifungen, Begierden, Trunkenheit, Festgelagen, Trinkgelagen und unerlaubten Götzendiensten… um die im Fleisch noch übrige Zeit nicht mehr den Begierden der Menschen, sondern dem Willen Gottes zu leben." (1. Petrus 4,2.3)

    Und Johannes (wobei der "Durst" für die tiefen Sehnsüchte der Menschen steht): "Jesus antwortete und sprach zu ihr: Jeden, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder dürsten; wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm geben werde, den wird nicht dürsten in Ewigkeit; sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm eine Quelle Wassers werden, das ins ewige Leben quillt." (Johannes 4,13-14)

    Was für ein Unterschied! Der glaubende Mensch ist zu der „Quelle des Lebens“ gekommen. Er braucht sich nicht wie ein „Hamster im Rad“ abzuplagen ohne zu wissen wofür. Er muss auch nicht quälende Fragen unterdrücken, die in ruhigen Momenten in ihm aufsteigen. Nein, der glaubende Mensch hat innerlich Ruhe gefunden und darf nun für den „Willen Gottes“ leben! Was für eine Befreiung!

    Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben.
    (Matthäus 11, 28)

  • Wo gehe ich hin? (Ziel)

    Das ist eine weitere Frage, auf die jede Weltanschauung eine Antwort liefern muss. Sie hängt eng mit der letzten Frage zusammen. In unserer Kultur ist die Frage nach dem „danach“ ein Tabu-Thema geworden. Man verdrängt sie so lange wie möglich.

    Warum ist das so? Nun, der Mensch spürt, dass der Tod eine „Anomalie“ ist, redet sich aber ein, dass das Sterben ein völlig normaler Vorgang sei. Tief im Inneren merkt er aber was auch die Bibel sagt, nämlich, dass Gott ihm die „Ewigkeit ins Herz gelegt hat“ (Prediger 3,11).

    Was sagt die Bibel zum Ziel des Lebens? Hier ein paar Bibelstellen:

    • Ziel der nicht erlösten Menschen:

      "Und wie es den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht" (Hebräer 9,27)

      "Und ich sah einen großen weißen Thron und den, der darauf sass, vor dessen Angesicht die Erde entfloh und der Himmel, und keine Stätte wurde für sie gefunden. Und ich sah die Toten, die Grossen und die Kleinen, vor dem Thron stehen, und Bücher wurden geöffnet; und ein anderes Buch wurde geöffnet, welches das des Lebens ist. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben war, nach ihren Werken. …. Und wenn jemand nicht geschrieben gefunden wurde in dem Buch des Lebens, so wurde er in den Feuersee geworfen." (Offenbarung 20,11-15)

    • Ziel der glaubenden Menschen:

      "Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tod in das Leben übergegangen." (Johannes 5,24).

      "Und er zeigte mir einen Strom von Wasser des Lebens, glänzend wie Kristall, der hervorging aus dem Thron Gottes und des Lammes. … Und keinerlei Fluch wird mehr sein; und der Thron Gottes und des Lammes wird in ihr sein; und seine Knechte werden ihm dienen, und sie werden sein Angesicht sehen; und sein Name wird an ihren Stirnen sein. Nacht wird nicht mehr sein, und sie bedürfen nicht des Lichtes einer Lampe und des Lichtes der Sonne; denn der Herr, Gott, wird über ihnen leuchten, und sie werden herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit." (Offenbarung 22,1-5).

    Was für eine Gewissheit dürfen Menschen haben, die Jesus Christus angenommen haben. Sie haben ein herrliches Ziel! Es lohnt sich, diese Frage nicht zu verdrängen, sondern zu einer klaren und begründeten Entscheidung zu kommen!

«Ich glaube an das Christentum, wie ich an die Sonne glaube, die aufgegangen ist –
nicht nur, weil ich sie sehe, sondern weil ich durch sie alles andere sehe.»

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